b_300_300_16777215_00_images_Aktuell_Schulbibel2.jpg

Am Freitag, 30. Oktober,  wurde den orthodoxen Religionslehrern und Religionslehrerinnen, sowie vielen interessierten Gästen, die neue orthodoxe Schulbibel für den Unterricht in den Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe, vorgestellt. Mit dem Segen der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, und ihres Vorsitzenden Metropolit Arsenios von Austria, haben das Orthodoxe Schulamt und die Österreichische Bibelgesellschaft, als Herausgeber der neuen Schulbibel, zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die orthodoxe Schulbibel für Schüler ab 10 Jahren ist die erste im gesamten deutschen Sprachraum.

Metropolit Arsenios äußerte seine Freude über die neue Schulbibel und betonte die Bedeutung der Neuerscheinung für den orthodoxen Religionsunterricht. „Diese Bibel wird im Religionsunterricht verwendet werden und, so hoffe ich, Gottes Wort und das Leben und Wirken Jesu Christi den Schülern nahe bringen und sie ermutigen, Gotte nahe sein zu wollen und ihre Beziehung mit Ihm zu vertiefen.“ Die neue Schulbibel werde in Zukunft nicht nur den Schüler zugutekommen, so Metropolit Arsenios weiter, „sondern auch ihren Eltern und Familien, der großen Familie der Orthodoxen Kirche sowie der österreichischen Gesellschaft.“polit Arsenios unterstrich die Bedeutung der Bibel und besonders des Evangeliums für jeden einzelnen Menschen. „Nur durch die Begegnung mit dem Evangelium verstehen wir, wie sehr Gott uns liebt, was Er für uns auf sich genommen hat und welches Verhalten, welche Lebensweise Er uns empfiehlt.“

b_300_300_16777215_00_images_Aktuell_Schulbibel1.jpgDie wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe des Unterrichtens von jungen Menschen werde, so Metropolit Arsenios, nun durch diese Schulbibel entscheidend unterstützt. Er hoffe und bete, so Metropolit Arsenios weiter, dass „die Schulbibel ihre segensreiche Wirkung entfalten möge und unsere Kinder und unsere Jugend auf ihrem geistlichen Weg hinzu Gott ermutigen und stärken wird.“

Metropolit Arsenios äußerte im Kontext des Schulbibel-Projekts, seinen Dank für die gute Zusammenarbeit von Orthodoxem Schulamt, Fachinspektor Branislav Djukaric und der Österreichischen Bibelgesellschaft, vertreten durch ihre Vorsitzende Dr. Jutta Henner. Lob und Dank erwies Metropolit Arsenios auch dem Redaktionsteam, angeführt von Diakon DDr. Johann Kramer, Professor Dr. Konstantinos Nikolakopoulos und Priester Dr. Iona Moga, sowie Hilde Matouschek für Grafik und Layout.

Höhepunkt der Präsentation der neuen orthodoxen Schulbibel war der Vortrag von Professor Dr.  Konstantinos Nikolakopoulos von der Orthodox-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In seinem Vortrag „Liturgisch-pädagogische Aspekte der Bibel und die Bedeutung ihres Studiums mit speziellem Bezug auf den Schulunterricht“ stellte Professor Nikolakopoulos die Bedeutung der Bibel und des Evangeliums im Allgemeinen dar und speziell für den orthodoxen Religionsunterricht. Der Vortrag betonte die Bedeutung des Studiums der Heiligen Schrift, die liturgischen und hymnologischen Aspekte der Bibel und deren pädagogische Merkmale.

Die neue „Orthodoxe Schulbibel“, die in einer hochwertigen Ausführung gedruckt wurde, beinhaltet die vier Evangelien, die Apostelgeschichte sowie ausgewählte Psalmen. Die Bibeltexte, die aus den griechischen Originalquellen übersetzt wurden, werden mit zahlreichem Bildmaterial vervollständigt. Hierbei wurden hauptsächlich Ikonen abgedruckt, die einen Bezug zu Österreich haben, wie beispielsweise die Christus-Ikone aus der griechischen Kathedrale der Hl. Dreiheit in Wien, sowie die Darstellungen des Evangelisten Markus und der Heiligen Petrus und Paulus aus der russischen St. Nikolaus-Kathedrale in Wien. Die älteste abgebildete Ikone in der neuen Schulbibel ist die Darstellung des Evangelisten Johannes des Theologen von der griechischen Insel Patmos.

Neben den zahlreichen orthodoxen Religionslehrern und Religionslehrerinnen, sowie vielen orthodoxen Priestern, waren der serbische Bischof Andrej, KPH-Rektor Dr. Christoph Berger und Institutsleiter Dr. Hermann-Josef Röhrig anwesend.

 

Fotos: Studio Banac